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Kirstätter Coaching in Karlsruhe

Fallbeispiel: Coach zur Unternehmensnachfolge im Mittelstand

15.05.2014

„Man muss aufhören, bevor die anderen es merken.“ Ein typisches Fallbeispiel zur Betriebsübergabe, zusammengestellt von Andrea Kirstätter.

So beschreibt Rosely Schweizer-Oetker (deutsche Unternehmerin und Politikerin (16.7.1940)) den optimalen Prozess der Unternehmensnachfolge in Familienunternehmen.

Die vorausschauende Nachfolgeregelung muss gut durchdacht und frühzeitig geplant werden. Andernfalls kann dies das Aus für das Unternehmen bedeuten. Ein Zitat von Reinhard Mohn (deutscher Unternehmer, Bertelsmann (1921-2009)) war: „Die Sicherung der Nachfolge ist die größte unternehmerische Leistung“.  

Mittelständische Unternehmen sind häufig durch/von ihrem Besitzer geprägt. Bei einem Wechsel ändert sich nahezu alles im Unternehmen. So treffen bei Familienunternehmen nicht nur Chef und Nachfolger aufeinander sondern, auch Eltern und Kinder.

Bezüglich der Nachfolge wird häufig von den Eltern automatisch vorausgesetzt, dass die Kinder den Betrieb einmal gerne übernehmen, beruflich und persönlich dafür geeignet sind und voller Freude in die Fußstapfen der Eltern treten möchten und deren Lebenswerk weiterführen werden. Die Eignung zum Firmeninhaber, die Führungsqualitäten, die Stressstabilität und die Wünsche der Nachfolger werden selten abgefragt.   Kinder, die im Unternehmerhaushalt aufgewachsen sind stehen nicht immer positiv und aufgeschlossen dieser Entscheidung gegenüber. Sie sehen oft, dass der Vater/die Mutter das Unternehmen unter Zeitverzicht für die Familie aufgebaut haben.

Auch die persönlichen Verhältnisse regeln

Im Verlauf ihrer Entwicklung erlebten die Kinder die Firma oft als allgegenwärtig, immer im Zentrum und stets vorrangig. Das heißt, dass bei der Unternehmensnachfolge persönliche Verhältnisse geregelt werden müssen, nicht nur Steuer.-, Vertrags und Erbschaftsregelungen.

Herr D. ist 70 Jahre alt und denkt nicht ans Aufhören. Seine Firma für Schweißkonstruktionen ist auf Expansionskurs. Vor 5 Jahren ist er ins internationale Geschäft eingestiegen er halt ein Zulieferunternehmen in Osteuropa gegründet. Es geht ihm blendend. Das Unternehmen soll demnächst an den 46 jährigen Sohn übergeben werden. Dieser arbeitet schon seit 10 Jahren in der Firma als stellvertretender Geschäftsleiter und ist bei der Belegschaft angesehen und versteht sich gut mit seinem Vater.

In der Vergangenheit gab es selten Kommunikationsprobleme mit dem Vater. Auf Druck seiner Frau soll die Firma nun endlich und endgültig an den Sohn übergeben werden. Sie stellt sich den Lebensabend etwas anders vor. Möchte die Gemeinsamkeit, die in der Vergangenheit oft zu kurz kam genießen und mit ihrem Mann auf Reisen gehen.

Je länger er jedoch mit sich diskutierte und überlegte, desto unruhiger und unentschlossener wurde er. Bereits mehrere Male hatte er schon einen Anlauf genommen beim Notar einen Termin für die Übergabe zu vereinbaren, diese kamen nie zustande. 

Was ein Businesscoach bei der Unternehmensnachfolge leisten kann

Beim 3. Mal gab ihm dieser auch den Tipp mit dem Businesscoach. Schnell wurde Herr D. klar, dass die Unternehmensübergabe an seinen Emotionen scheiterte. Er hatte Angst vor dem Loslassen. Wie sollte denn sein weiteres Leben gestaltet werden? Seine Frau war Herrin über Haus und Hof und er der Herr der Firma. Natürlich hatte er Freunde, machte Sport, ging mit seiner Frau auf Reisen, ... aber so gar nichts mehr, keine festen Strukturen mehr. Zurecht war er Stolz auf sein Lebenswerk. Aber dieses konnte er ja mit gutem Gewissen seinem Sohn übergeben. Im Coaching lernte er Zweifel, Ängste, Verwirrungen und Wechselbäder der Gefühle zuzulassen.

Er entdeckte Optionen, prüfte und bewertet diese, manche wurden verworfen oder in das neue Lebenskonzept eingebunden. Der Coach war nach der ersten klärenden Sitzung der Sparringspartner. Herr D. erarbeitete für sich ein schlüssiges Konzept mit dem auch seine Frau und sein Sohn zufrieden waren. Seine getroffene Entscheidung, seinem Sohn, das Unternehmen zu überschreiben setzte er zügig in die Tat um. Der Unternehmer kam zu der Erkenntnis, dass es sein eigener, innerster Wunsch war, sein mit Hingabe und Erfolg aufgebautes Unternehmen in der Familie zu belassen.

Dieses Ziel hatte er jetzt erreicht. Auf Wunsch seines Sohnes ist Herr D. seither beratend für das Unternehmen tätig, besucht gelegentlich gemeinsam mit seinem Sohn die osteuropäischen Produktionsstätten. (So können wertvolle Kontakte weiterhin gepflegt werden). Herr D. fühlt sich jetzt in seinem neuen Lebensabschnitt nach der aktiven Phase als Unternehmer wohl und freut sich, wenn er gelegentlich gebraucht wird. Herr D. und seine Frau sind jetzt öfters auf reisen und blicken stolz auf das gemeinsame Lebenswerk zurück.                        

 

Andrea Kirstätter - Coaching in Karlsruhe:

Ich freue mich darauf, Sie durch ein Coaching in Karlsruhe bei Ihrer persönlichen und beruflichen Entwicklung zu unterstützen.

Kontakt
Andrea Kirstätter, MBA:

Coaching in Karlsruhe
Hermann-Hesse-Straße 15
76351 Linkenheim-Hochstetten 

Tel.: 07247 946567
info@kirstaetter.de

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