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Service Kirstätter Coaching

Ernährung mit dem Gesundheitscoach: achtungsvoll und gesund

14.05.2014

Im Gesundheitscoaching geht es weniger um Diäten als vielmehr um eine achtungsvolle Beziehung zum Körper und was man ihm zumuten kann.

Benötigt der Klient im Bereich von Diäten und in der gezielten Umstellung von Ernährungsverhalten Unterstützung, ist es sinnvoll, kompetente Kooperationspartner hinzuzuziehen. Auch im Bereich der Ernährung wird den Grundprinzipien der Achtsamkeit gefolgt. Lauterbach spricht von 3 Aspekten, die von besonderer Bedeutung sind für das Gesundheitscoaching:

  1. die Mahlzeit als soziales Ereignis
  2. die Achtsamkeit und die (Wieder-)Entwicklung der Fähigkeiten der Selbstregulation
  3. die Logistik der Lebensmittelbeschaffung und –zubereitung als Teil des gesundheitsorientierten Lebensstils.

Über Jahrhunderte war das Sozialleben vieler Gesellschaften geprägt von einer Mahlzeit in einer definierten Gruppe zu einem festgelegten Zeitpunkt. Für die Gesunderhaltung ist die Gestaltung einer gemeinsamen Mahlzeit wichtig. Jedoch gehen in der heutigen Zeit diese Rituale oftmals verloren. Durch ein großes Angebot an Fertigprodukten geht die eigene Ernährungshoheit verloren. Der Mensch entfremdet sich von seinen Nahrungsmitteln.

Normalerweise verfügt der Körper im Hinblick auf die Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme über die Fähigkeiten der Selbstregulation. Über den Appetit und die Sinnesorgane erfolgt die Meldung was, wann und wie viel zu essen ist. Leider sind diese Fähigkeiten der Selbstregulation heute oft verschüttet. Hier ist zum Beispiel ein Ansatz im Gesundheitscoaching um wieder zu lernen, die Botschaften unseres Körpers zu hören und zu verstehen und über Achtsamkeit die Fähigkeit der Selbstregulation unseres Körpers wieder zu entwickeln.

Dies bedeutet, dass die Aufmerksamkeit für Hunger und Sättigung wieder hergestellt wird, indem verstärkt auf Hunger- und Sättigungsgefühle geachtet wird. Häufig werden Durst- und Hungersignale des Körpers verwechselt. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dem Körper immer zuerst Flüssigkeit anzubieten. Unter Stressbedingungen ist die Hunger-Stress-Regulation stark eingeschränkt. Oftmals wird das Essen einfach vergessen. Es kommt zu einer Unterzuckerung, welche Heißhunger auf etwas Süßes auslöst (Kekse, Schokolade, ...). Dies hat eine Überzuckerung zur Folge, mit einer Gegenregulation wieder eine Unterzuckerung. Auf dieses Wechselspiel muss der Klient hingewiesen werden, denn nur mit diesem Wissen kann er es schaffen, unter Stressbedingungen für regelmäßige und ausgewogene Mahlzeiten zu sorgen. 

Um unseren Mund herum liegen alle Sinnesorgane.

Diese sollen unserem Schutz bei der Nahrungsaufnahme dienen.

Das Sehen („ die Augen essen mit“), der Geruch, der Geschmack, die Hautsensibilität in und um unsere Mundhöhle, die Muskelsensoren der Kaumuskulatur, das Gehör (überwacht die Geräusche, die das Kauen verursacht) (Lauterbach, 2008, S.78). Um die Achtsamkeit bezüglich Ernährung zu schulen empfiehlt es sich, dem Klienten die Empfehlung zu geben, ganz bewusst darauf zu achten was er gerade isst, wie er gerade isst und dem Geschmack nachzuspüren („Essen mit allen Sinnen“). Eine kurze „Essmeditation“ kann hierfür hilfreich sein. Der Klient wird angeleitet, bewusst und langsam die Nahrung zu sich zu nehmen. Die kann mit Hilfe eines Obst- oder Gemüsestückchens, aber auch mit Schokolade (etc.) erfolgen. Der Klient wird aufgefordert, die Nahrung intensiv zu betrachten, sie zu befühlen, daran zu riechen, sie zum Mund zu führen und sie mit den Lippen zu betasten, langsam in den Mund zu führen, sie langsam und bewusst zu kauen, sie eine Weile im Mund zu belassen und seine Konzentration auf das Nahrungserleben lenken. Der Klient achtet dabei auf die Konsistenz, den Geschmack, seine Gefühle, seine Gedanken, etc. Er spürt mit offenen Sinnen dem Geschmackserleben nach.

Unsere Vorfahren wussten noch genau, was sie essen sollten und was ihnen gut tat. Sie hatten „Appetit auf ...“. Mit der Zeit ging diese Selbstregulation des geschulten Appetits verloren. Ernährungsgewohnheiten, Familientraditionen, künstliche Aromen und Gewürze, schlechte Angewohnheiten und Gelüste auf bestimmte Lebensmittel lassen den Appetit heute sehr schwer deuten. Um diesen „Appetit auf ...“ zu deuten, müssen wieder die Signale Hunger, Durst und Sättigung verstanden werden. Erst dann haben wir wieder eine Leitorientierung für die Auswahl an Inhalt und Menge von Lebensmitteln (vgl. Lauterbach, 2008, S.79). Ziel ist, dem Klienten die Wirkung der verschiedenen Nahrungsmittel klarzumachen und diese anschließend bewusst einzusetzen.

Um diese Selbstregulation wieder zu „finden“, empfiehlt Lauterbach folgende Fragen:

  • Was tut gut, was gibt Energie?
  • Was macht den Kopf klar?
  • Was macht gute Stimmung, was lässt schlechte Laune entstehen?
  • Was löst körperliche Missempfindungen aus? (Völlegefühl, Bauchkneifen, Übelkeit, ...)
  • Was regt die Verdauung gut an, was stört die Verdauung?
  • Was schmeckt gut nach?
  • Was gibt einen üblen Nachgeschmack?

Um bei der Ernährung Veränderungen von Ernährungsstil und Ernährungsgewohnheiten zu bewirken, erfordert es Disziplin und Willenskraft, am besten zusammen mit Bewegung und regelmäßiger Ausdauerbewegung. Ob die Umsetzung gelingt ist abhängig von Faktoren wie der Beantwortung der Frage nach der Sinnhaftigkeit. Hier spürt der Gesundheitscoach mit dem Klienten den Fragen nach „Wozu will ich gesund bleiben?“ oder „Wozu will ich mich gesund ernähren?“. Ebenfalls wird erarbeitet, für welche Nahrung sich der Klient entscheidet und wie er Achtsamkeit bei den Mahlzeiten erlangt. Auch „Ausnahmen“ müssen und dürfen möglich sein und mit Nachsicht behandelt werden.

Lauterbach entwickelte daraus folgende Formel:

Achtsame, gesundheitsorientierte, lustvolle Ernährung

+ Ausdauerbewegung im sauerstoffgesättigten Bereich

= selbstorganisierte Regulation von Art und Menge der verzehrten Lebensmitteln.

Ein weiterer Ansatz in Gesundheitscoaching ist die Beschaffung und Zubereitung von Lebensmitteln. Hier geht es vor allem um die Frage, wie eine gesundheitsorientierte Ernährung zu bewerkstelligen und in den (Berufs-)Alltag zu integrieren ist. Oftmals werden als Hinderungsgründe für eine gesunde Ernährung die zeitaufwändige Nahrungsbeschaffung und die langwierige Zubereitung angeführt (Hier wird von Seiten der Klienten beispielhaft die Zubereitungsweise aus diversen Kochshows erwähnt.).

Sinnvoll ist im Gesundheitscoaching, mit dem Klienten die entsprechende Beschaffung, Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel zu erarbeiten. Dadurch kann der Einsatz von Convenience-Produkten (fertige (bequeme) Lebensmittel) minimiert werden. Bei Stress setzt der Körper Hormone frei, die Nährstoffe „fressen“.

Mit einem ausgewogenen Speiseplan ist es jedoch möglich, auch in belastenden Zeiten sich ausreichend mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Magnesium, auch das Antistress-Mineral genannt, entspannt die Gefäße und hält das Herz in Takt. Bereits durch das Trinken von magnesiumreichem Mineralwasser (> 100mg Magnesium/Liter) und das Essen von Vollkornprodukten, Hülsenfrüchte, Bananen und Trockenobst lassen sich die Speicher natürlich füllen. Vitamin B (komplex) ist gut für die Nerven. Obst und Gemüse, Seefisch, fettarmes Fleisch, fettarme Milchprodukte und Eier enthalten viel davon. Um in stressigen Zeiten den Schlaf zu fördern, ist vor allem der Verzehr von Milchprodukten, Nüssen, Vollkornreis, magerem Fleisch, Kakao und dunkler Schokolade zu empfehlen. Abends ein Glas Milch mit Honig sorgt für eine verbesserte Tryptophan-Aufnahme aus der Milch und resultiert in einem ruhigen Schlaf.

Mit diesen Ansätzen kann der Gesundheitscoach das Thema Diäten gänzlich umgehen und den Klienten kompetent zur Seite stehen. Klienten mit Ernährungsproblemen (bei Über- oder Untergewicht, bei Stoffwechselproblemen, etc.) sollten eine ernährungstherapeutische Fachberatung hinzuziehen.

Die Ernährungstherapie wird dann in den Prozess des Gesundheitscoachings integriert und mit den übrigen Themen abgeglichen. So wird an einer lust- und genussorientierten Veränderung des Lebensstils gearbeitet.

 

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Andrea Kirstätter, MBA
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